Das Prinzip der Schweigespirale – oder wie die schweigende Mehrheit zur Minderheit wird

UPF-OÖ organisierte am  28. Mai 2018 in den Räumen der Familienföderation Linz/OÖ den Vortrag mit Mag. Barbara Grabner:

„ Das Prinzip der Schweigespirale …oder wie die schweigende Mehrheit zur Minderheit wird“

Die Schweigespirale gründet auf der in den 1970er-Jahren von Elisabeth Noelle-Neumann formulierten „Theorie der öffentlichen Meinung“. Demnach hängt die Bereitschaft vieler Menschen, sich öffentlich zu ihrer Meinung zu bekennen, von der Einschätzung des Meinungsklimas ab. Widerspricht die eigene Meinung der als vorherrschend betrachteten Meinung, so gibt es Hemmungen, sie zu äußern, und zwar umso stärker, je ausgeprägter der Gegensatz wird. Die Massenmedien können erheblichen Einfluss auf die öffentliche Meinung ausüben, indem sie bestimmte Aussagen als angebliche Mehrheitsmeinung präsentieren und den Einzelmenschen somit unter Druck setzen, sich nicht anderslautend zu äußern.

Sogenannte Ketzer, Propheten, Helden, Neuerer und auch Künstler und Wissenschaftler sind oft immun gegenüber der Meinung ihrer Zeitgenossen.

Forschungsergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Journalisten linke bzw. liberale Standpunkte und Quellen bevorzugen. Das Publikum kennt jedoch nicht die Ideologie der Meinungsmacher bzw. die Quellen des verwendeten Materials. Auch Kameraleute verwenden bestimmte Techniken und übertragen so ihre Sicht der Dinge automatisch auf das Publikum.

Das Ergebnis ist eine Spirale, welche die Leser-Zuhörer-Zuseher dazu bringt, dass die Meinung der Journalisten zur gesellschaftlichen Norm erhoben wird.

Die Medien werden zur vierten Macht im Staat. Politiker, die versagen, können abgewählt werden. Aber wie ist es mit Journalisten, die Halb- oder Unwahrheiten verbreiten und dadurch Schaden anrichten?

Kann man die Spirale umdrehen?

Die öffentliche Meinung ist zuerst gasförmig –  dann flüssig – zuletzt fest. In den ersten beiden Stadien kann man noch dagegenreden, ohne sich zu isolieren. Im festen Stadium wird die herrschende Meinung rasch zur Norm.

Es ist also wichtig, die Meinung kundzutun – unangefochten von der Mehrheitsmeinung und sich bei Zurückweisung nicht zurückzuziehen.

Symbole, Stickers tragen, Plakate anbringen, eine Unterschriftenkampagne starten, mit Nachbarn und Kollegen diskutieren, die Veranstaltung der Gegner besuchen und sich dort zu Wort melden, sind Möglichkeiten, die öffentliche Meinung mitzugestalten.

Mag. Maria Pammer, UPF-OÖ

 

 

 

 

 

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